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Wirtschaftlichkeit

 

Die Wirtschaftlichkeit definiert sich über das Verhältnis von Ertrag zu Aufwand.

 

Der Ertrag eines Gebäudes wird über die Höhe der jährlichen Mieteinnahmen bestimmt. Der gebäudebezogene Aufwand entspricht den jährlichen Nutzungskosten dieses Gebäudes. Die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes wird also allgemein über folgende Formel definiert:

 

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Wirtschaftlichkeitsberechnungen
Wirtschaftlichkeitsberechnungen stellen Methoden dar, mit deren Hilfe die Vorteilhaftigkeit einzelwirtschaftlicher Investitionsmaßnahmen geprüft und in Hinblick auf die Zielsetzung des jeweiligen Investors bewertet werden sollen.

 

Da mit Hilfe von Wirtschaftlichkeitsberechnungen die Wirtschaftlichkeit einer Investition bewertet werden soll, werden diese auch als „Investitionsrechnung“ bezeichnet. Hinsichtlich der Menge der diesen Berechnungen zugrunde liegenden Daten und der Genauigkeit der Ergebnisse wird zwischen statischen und dynamischen Investitionsberechnungen unterschieden.

 

Statische Investitionsberechnungen:

  • Kostenvergleichsrechnung
  • Gewinnvergleichsrechnung
  • Statische Developerberechnung (Gewinn des Projektentwicklers / Bauträgers bei Verkauf der fertig gestellten Immobilie)
  • Rentabilitätsberechnungen (Anfangsnettorendite, Anfangseigenkapitalrendite)
  • Amortisationsrechnung

 

Dynamische Investitionsberechnungen:

  • Kapitalwertmethode
  • Interne Zinsfußmethode
  • Annuitätsmethode
  • Payoff-Methode (dynamische Amortisationsrechnung)
  • DCF-Methode (Discounted Cash-Flow-Methode)
  • Verfahren mit vollständigen Finanzplänen

 

Flächenwirtschaftlichkeit
Die mengenmäßige Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis zwischen mengenmäßigem Ertrag und mengenmäßigem Mitteleinsatz. Der mengenmäßige Ertrag eines Bauprojekts ist die realisierbare Fläche. In Bezug auf Bauprojekte spricht man daher auch von Flächenwirtschaftlichkeit.

 

Die Flächenwirtschaftlichkeit eines Bauprojektes lässt sich in zwei verschiedenen Größen definieren:

  • Grund- oder Geschossfläche im Verhältnis zur Grundstücksfläche (Grundflächenzahl GRZ oder Geschossflächenzahl GFZ)
  • Verhältnis der einzelnen Flächenanteile untereinander, z.B. Verhältnis der Nutzfläche zur Brutto-Grundfläche (NF/BGF)

 

Die Flächenwirtschaftlichkeit von Immobilien hinsichtlich des Verhältnisses einzelner Flächenarten untereinander wurde von Sven Gärtner in seiner Dissertation „Beurteilung und Bewertung alternativer Planungsentscheidungen im Immobilienbereich mit Hilfe eines Kennzahlensystems“ untersucht. In dieser Arbeit werden auf der Basis zahlreicher Untersuchungen für die Objektbereiche Büro- und Verwaltungsbauten, Wohn- und Wohngeschäftsgebäude sowie Einzelhandelsimmobilien Kennzahlen zur Flächenwirtschaftlichkeit entwickelt. Mit Hilfe dieser Kennzahlen kann die Flächenwirtschaftlichkeit von Planungsalternativen schnell und effizient beurteilt werden.

 

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